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Die Präsentation der "Großen Arbeit"

Bamberg, 15. Oktober 2017

Die "Große Arbeit" ist einer der Höhepunkte in der Laufbahn eines Montessori-Schülers. Bereits in der 8. Jahrgangsstufe setzt sich jede Schülerin und jeder Schüler ein handwerklich-kreatives Projekt als Ziel, dann sucht sie/er sich einen entsprechenden Mentor, mit dessen Beratung die Jugendlichen ihr Projekt  selbstständig realisieren. Zusätzlich verfasst jede Schülerin und jeder Schüler  eine 20–25 seitigen Facharbeit, in der sie/er nicht nur den historischen Ursprung und die Theorie ihres/seines Arbeitsthemas niederschreibt, sondern auch die Grob- und Feinplanung der Umsetzung des Projektes dokumentiert. Abschließend stellen die Schülerinnen und Schüler ihre Großen Arbeiten in einer Power-Point-Präsentation einem größeren öffentlichen Publikum vor.

Am Sonntag 15. Oktober 2017 war es wieder einmal soweit. Eine knisternde, aufregende Stimmung lag in der Luft und 16 Schülerinnen und Schüler  der 9. Jahrgangsstufe der Montessori-Schule präsentierten ihre "Großen Arbeiten" vor einem zahlreich erschienen Publikum in den Haas-Sälen in Bamberg. Darunter waren neben Eltern, Verwandten und Lehrerschaft, auch Vertreter der Wirtschaft und der Stadt Bamberg, Bürgermeister Wolfgang Metzner, Stadtrat You Xi, AWO-geschäftsführender Vorstand Werner Dippold und eine Vertreterin der ISO Sandra Ender.

Im Kreise des Schulleitungsteams der Montessori-Schule Angelika Gerlach, Christine Hübner und Julian Zeitler und der Vorstände des Montessori-Vereins Wolfgang Geiling und Jörg Bartholomäus wurden alle Gäste von den beiden Moderatorinnen des Abends Marie S. (10. Klasse) und Clara P. (9. Klasse) herzlich begrüßt.

Dieses Jahr wurden folgende Projekte realisiert: 

Niklas beschäftigte sich mit dem Thema „Bienen im Jahreszyklus“. In seiner Präsentation sprach er souverän über den Verlauf eines Jahres im Leben einer Biene, über die Verarbeitungsprozesse von Honig und Bienenwachs und über die ökologische Bedeutung der Biene. An seinem Ausstellungstisch konnte jeder Besucher den selbstgeschleuderten Honig probieren.                                                          Niklas’ Filmtipp:  More than honey.                                                                        Niklas’ Lesetipp: Deutscher Imkerbund e. V.: Bienenwelt.                                     Mentor: Josef Schauer, Hobby-Imker.                                                                Motivation: “ Bienen haben mich schon immer interessiert. Meine Arbeit hat mir viel Spaß gemacht.“

Esther realisierte die Vertonung einer Hörprobe mit dem Titel „Die Seele des Windes“. Zuerst schrieb die Schülerin eine Phantasiegeschichte, die sie dann am Computer über ein USB-Mikro selbst vertonte und auf CD brannte. Zusätzlich gestaltete sie das CD-Cover selbst. Sie zeichnete dies im größeren Maßstab um durch die Verkleinerung in CD-Covergröße optische Schärfe herstellen zu können.         Mentor: Uli Zenkel                                                                                                 Esther: „Ich habe viele Komplikationen überwunden. Das Ergebnis gefällt mir.“                                           

Santiago setzte sich mit dem Bau eines Betonkanus auseinander. Dafür baute er zuerst ein Modell im Maßstab 1:10. Dann ging es richtig los: Er schuf ein Holzmodell, das er feinschleifen und einölen musste. Nun wurde der Beton mit Hilfe von Netzgittern außen um das Holzmodell angebracht. Um Risse durch zu schnelles Trocknen zu vermeiden, musste er den Beton regelmäßig befeuchten. Durch den Feinschliff und das Einölen des Holzmodelles löste sich das getrocknete Betonkanu problemlos vom Modell. Die Schwimmprobe hat das zwei Meter lange Betonkanu bereits mit Santiago bestanden. Das Betonkanu ist für zwei Personen ausgerichtet.                                        Mentor: Josef Höpfner                                                                                       Motivation: „Ich hatte immer schon Spaß am Schwimmen. Und gelernt habe ich, dass es gut ist, Geduld zu haben, auch wenn es nicht gleich klappt.“

Max schrieb ein Kochbuch für Jugendliche. Damit verfolgt er die Absicht, Jugendliche zum Kochen anzuregen. Er beschäftigte sich intensiv mit dem historischen Hintergrund von Kochbüchern ab dem 17. Jahrhundert. Für sein Kochbuch übernahm er nicht einfach die Rezepte, sondern übersetzte diese in die Sprache und Maßeinheiten unserer Zeit.                                                               Lesetipp: Löffler, Friederike Luise: Das neue Kochbuch. 2017 (Ersterscheinung 1791!)                                                                                                                    Motivation: „Mir macht Kochen Spaß. Mit dem Kochbuch sollen andere Jugendliche Spaß am Kochen-lernen haben können.“

Linus baute eine Kräuterspirale für den Garten. Zu Beginn stellte er eine Recherche an über Kräuterspiralen. Dann produzierte er technische Zeichnungen auf Papier und baute ein Modell. Erst dann entschied er sich, welche Art Kräuterspirale er bauen wollte und besorgte die Materialien und das Werkzeug. Er setzte die Steine für die Kräuterspirale. Spannend war das Einfüllen der Erde, es bestand die Gefahr, dass die Mauer der Kräuterspirale nachgeben würde. Im Frühjahr hatte Linus dann verschiedene Gartenkräuter, wie Minze, Brunnenkresse, Basilikum usw. in Töpfen gezogen und dann in die unterschiedlichen Feuchtigkeitszonen der Kräuterspirale eingepflanzt. An seinem Stand konnten Kräutersalz und Kräuteraufstriche getestet werden.                                                                                                                   Mentor: Michael Panzer                                                                                              Linus: „Ich habe gelernt, dass zu viele Pausen auch nicht gut sind. Lieber mal dranbleiben und durcharbeiten.“

Tabea verfolgte eine Ziel: Das Bauen einer Hundehütte. Sie gestaltete die Hütte im Stil eines Schwedenhauses in den Farben dunkelrot und weiß. Durch diese Arbeit lernte sie das Zeichnen von Plänen und die unterschiedlichsten Werkzeuge für den Holzbau kennen und baute unter Anleitung ihres Mentors die Hütte für ihren eigenen Hund.                                                                                                                        Mentor: Werner Gründel                                                                                                Tabea: „Das besondere an der Hundehütte ist das aufklappbare Dach zum Reinigen der Hütte. Toll ist auch, dass mein Hund die Hütte täglich benutzt.“

Simon schlug mit seiner Großen Arbeit einen kreativen Weg ein und erstellte ein Fotoalbum mit Gedichten. Für dieses Buch nahm er eine große Zahl von Fotos auf und analysierte die unterschiedlichsten Motive für sich und filterte so die zentrale Aussage der einzelnen Bilder heraus. Passend zu seinen Fotointerpretationen suchte er dann Texte bekannter Dichter und Denker, z. B. Goethe, Schiller, Buddha und stellte so einen Deutungsbezug her. In seinem theoretischen Teil der Großen Arbeit setzte er sich mit der Geschichte der Fotographie auseinander.                                                                                               Mentor: Bene S. Schmidt                                                                                        Simon: „Ich habe gelernt, dass selbst Arbeiten, von denen man vorher denkt, dass sie einem keinen Spaß machen werden, trotzdem doch Spaß machen, einfach weil man diese Sachen anfängt, kreativ wird und dabei bleibt.“

Tim H. setzte sich als Projektziel den Bau eines Backofens im Garten.  Nachdem er einige Skizzen mit seinem Mentor erstellt hatte, kaufte er die Materialien ein. Der Untergrund musste vorbereitet werden, darauf wurde der Sockel gemauert, zwischendurch musste ein Holzbogen gebaut werden, um die Wölbung des Ofens darum herum zu mauern. Die größten Probleme, die es zu lösen galt, waren zum einen die Risse im Beton, die im Herbst und Winter entstanden waren und der Einbau der Isolierung.                                                                                                       Mentor: Stefan Horcher                                                                                             Tim: „Die Idee für den Backofen hatte ich deshalb, weil ich so gerne Pizza esse. Ich würde den Backofen gerne oft benutzen.“

Gianluca wählte sich als Große Arbeit  den Bau eines Holzstuhles. Mit den selbst angefertigten Skizzen eines Stuhles auf Papier begann die Umsetzung dieses Projektes. Das Holz wurde nach den Maßen  zurechtgesägt, in den Schraubstock der Werkbank geklemmt und mit der Exzenter- Schleifmaschine bearbeitet. Die feinst geschliffenen Oberflächen wurden zum Schluss mit Bienenwachs eingelassen, wodurch der Stuhl eine ganz weiche Oberfläche bekam.                                 Mentorin: Barbara Wunner                                                                                Gianluca: „Einen Stuhl bauen, das klingt so einfach. Es ist viel schwieriger als man denkt, probieren Sie es selbst. Mir hat das Spaß gemacht.“           

Michael widmete sich in seiner Großen Arbeit dem Bau eines Rankgerüstes mit Besteckwindrad aus Metall. Dafür besorgte er sich längere, dünne Metallstangen für die Senkrechten und kürzere Metallstangen, die er zu einem Bogen biegen und zusammenschweißen musste. Während der Arbeit kam er auf die Idee, oben auf den letzten Ring ein Metall-Windrad aus Löffeln und Gabeln zusammen zu setzen und anzubringen. Mittlerweile schlängelt sich am Rankgerüst eine eineinhalb Meter hohe, kräftige Pflanze empor und das Windrad dreht sich trotz Metall beim kleinsten Wind.                                                                                                                      Mentor: Werner Friedrich, Schlosser                                                                      Michael: „Ich dachte mir, die Pflanzen in den Blumentöpfen auf unserer Terrasse sollen nach oben wachsen. So war klar, ich baue ein Rankgerüst.“

Marie richtete eine Lernwerkstatt zur Anregung der Feinmotorik von Kindern ein. Die Fingerwerkstatt für Kindergartenkinder besteht aus selbst ausgedachten Geschicklichkeitsspielen, die in arbeitsintensiver Handarbeit selbst hergestellt wurden. Die Lernwerkstatt mit ihren ideenreichen Lern- und Spielangeboten steht als Regal im St. Otto-Kindergarten und kann dort von den Kindern benutzt werden.                                                                         Mentorin: Angelika Westphal                                                                           Motivation: „Ich spiele sehr gerne mit Kindern und denke mir gerne neue Spiele aus.“  

Luzia entschied sich für das Thema Gestalten eines Vegetarischen Kochbuches mit Menüs aus drei Ländern. Nach der Rezepte- und Informationssammlung fielen die Entscheidungen, welche Rezepte aus welchem Land zu einem Menü ausgewählt werden sollten. Jedes Menü wurde ausprobiert, gekocht, fotografiert und im Familien- und Freundeskreis gegessen. Im dokumentierten Teil ihrer Großen Arbeit war Luzia vor allem die Vegetarischen Ernährung wichtig und sie zeigte die negativen Folgen der Fleischernährung, wie z. B. Massentierhaltung und Schlachtung der Tiere, hoher Wasser und Energieverbrauch auf.                                Mentorin: Petra Wenzel                                                                                                 Luzia: „1 kg Fleisch verbraucht während der Schlachtung 20.000 Liter Wasser.“         

Tim B. baute ein Ambientlight, ein Hintergrundlicht für den Fernseher. Hierfür klebte er Leuchtstoffröhren auf ein Schaltbrett und verband diese. Der Effekt ist erstaunlich, so entstehen schöne bunte Hintergrundbilder im TV. Im souveränen Plauderton erzählte er in seiner Power-Point-Präsentation über die Entstehung dieses Ambientlight. Mit technischem Vokabular verblüffte er das Publikum. Er ist ein Fachmann und wer ein Ambientlight benötigt, sollte sich an ihn wenden. Ambientlight kann verwendet werden als Partylight, Hintergrundbeleuchtung und indirekter Ambiente-Beleuchtung.                                                                                                          Mentor: Tobias Schiebold                                                                                                  Tim: „Ich hab das gebaut, das ist eigentlich gar nicht schwer.“

Leo hat sich zu Hause um die Elektroinstallation in seinem eigenen Zimmer und seiner Küche gekümmert. Zuerst entkernte er die beiden Räume um dann mit der eigentlichen Arbeit zu beginnen. Alte Elektrokabel und Steckdosen mussten entfernt werden bevor er Schlitze für die neuen Kabel schlagen konnte. Danach befestigte er die Verkabelung und im Anschluss konnten die Wände sauber verputzt werden.

Mentor: Martin Hamm

Leo: „Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, aber als Beruf kann ich mir dies nicht vorstellen, da ich da zu wenig eigene Ideen einbringen kann.“

Philipp absolvierte ein Praktikum in einem Landwirtschaftlichen Betrieb. Er beschäftigte sich da intensiv mit dem Hühnermobil, als alternative Form der Freilandhaltung von Hühnern. Der Schüler half unter anderem beim Verstellen des Hühnerstall-Mobiles und die Versetzen des Zaunes auf der großen Wiese. Durch diese Standortwechsel wurde einer Verschlammung des Bodes vorgebeugt. Zusätzlich konnte er dem Publikum einen umfassenden Einblick in die Problematik der artgerechten Tierhaltung und ökologischen Komponenten geben.                                               Mentor: Simon Holl                                                                                                       Philipp: „ Ich hatte keinen Stress,  da ich mit dem Schreiben meiner theoretischen Arbeit rechtzeitig begonnen habe, dank dem Tipp meiner Mutter.“

Lukas erreichte ein großes Ziel: Das Schreiben eines Romans. Zuerst schrieb er ein Gerüst, das er mit seinem Mentor besprach. Danach kleidete er es mit Interpretationen aus. Geschrieben hat  er an dem Roman ein dreiviertel Jahr. Herausgekommen ist ein 110seitiger Mysterythriller mit dem Titel „ Unschuldsnebel“. Nicht nur das Schreiben des Buches, auch die Formatierung, das Ausdrucken und das Binden des Buches kam als logistische Herausforderung dazu. Wie alle anderen Schülerinnen und Schüler verfasste er zusätzlich die 20 – 25seitige schriftliche Arbeit.                                                                                                                      Mentor: Markus K. Korb                                                                                          Lukas: „Ich habe so viel Spaß am Schreiben und es wird eine Fortsetzung zu meinem ersten Roman geben.“

Am Ende des Abends verabschiedete sich die Schulleitung Christine Hübner und Julian Zeitler und sie bedankten sich bei den beiden Moderationen, die durch ihre kurzweilige Moderation die Power-Point-Präsentationen ihrer Kolleginnen und Kollegen verbanden und  für einen schwungvollen Nachmittag sorgten.

Mit dem Genießen des leckeren Buffets klang der Präsentationstag der Großen Arbeiten der Montessori-Schule in angenehmer Geselligkeit aus.

Englandreise nach Broadstairs

12.09.2017

Die Montessori-Schule Bamberg konnte unter der Leitung von Christine Hübner und Julian Zeitler mit 17 Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe vom 27.08. bis 03.09.2017 eine Sprachreise nach England in die bezaubernde Kleinstadt Broadstairs unternehmen.

Hier bot sich den sprachbegeisterten Jugendlichen die Gelegenheit zum intensiven Englischunterricht am Vormittag in der Kent-School und dem kulturellen Austausch am Nachmittag und bei diversen Abendveranstaltungen.

Das Angebot reichte von einem organisierten Stadttrip nach London, über Freizeit- und Sporttätigkeiten, wie Basketball, Tischtennis, künstlerisches Gestalten, Spiele, Disco, Barn Dance, Kino bis hin zu Wanderungen am Meer.

Die Schülerinnen und Schüler waren in englischen Familien in Broadstairs untergebracht. Hier konnten sie sowohl ihre Englischkenntnisse erfolgreich anwenden als auch ihre Selbstständigkeit und Selbstorganisation unter Beweis stellen.

Alle kamen zufrieden und glücklich mit der Feststellung nach Bamberg zurück, in England viel gelernt zu haben.

Frau Hübner und Herrn Zeitler an dieser Stelle vielen Dank für ihren engagierten Einsatz in den Sommerferien und die herzliche Betreuung der Schülerinnen und Schüler.

AG

Abschlussfeier 2017 der Sekundarstufe

31.07.2017

Absolventen des Qualifizierenden Mittelschulabschlusses und des Mittleren Schulabschlusses hatten Grund zu feiern

In den festlich geschmückten und stimmungsvoll illuminierten Räumen des neu gestalteten Stephanshofes, neben der St. Stephans-Kirche, fand die Abschlussfeier der Sekundarstufe der Montessori-Schule Bamberg statt.

Der Schulleiter, Herr Arne Felix Wulff, begrüßte alle geladenen Gäste und betonte seine Freude über die Lernmotivation und Arbeitsfreude seiner Schüler und Schülerinnen.

Sowohl die Absolventen der 9. Klasse (zweiter Abschlussjahrgang des Qualifizierenden Mittelschulabschlusses) als auch die Absolventen der 10. Klasse (erster Abschlussjahrgang für den Mittleren Schulabschluss) hatten allen Grund zu feiern.

Die schwungvollen Reden von Lehrern und Lehrerinnen,  von Schülersprecherinnen und Eltern sowie vom Vorstand des Montessori-Vereines sorgten sowohl für nachdenklich berührende Töne als auch für jede Menge Erheiterung.  Vor allem die individuell auf die jeweiligen Schüler und Schülerinnen abgestimmte PowerPoint-Präsentation des Klassenlehrers, Herrn Matthias Hoh, erzeugte Schmunzeln und Lachen.

Die Klassenlehrerin, Frau Nina Tschöp, drückte es spontan treffend aus: „Ich bin so stolz auf Euch. Die Zeit mit euch war so schön. Ihr seid zielstrebig und konsequent euren Weg gegangen, ihr habt gelernt, ihr seid über euch hinausgewachsen und, die Ergebnisse können sich sehen lassen. Jeder von euch hat bereits ein neues Ziel vor Augen. Das macht mich glücklich.“

Als Geschenk für alle Absolventen arrangierten liebevoll drei Musikerinnen das Rahmenprogramm mit Gesang, E-Piano und zarten Harfenklängen. Außerdem erhielten alle ein kleines, fein gestaltetes Fotoalbum als Erinnerung an die bereichernde Klassengemeinschaft und die geschätzte Lehrerschaft.

Der Vorstand und der Elternbeirat bedankten sich herzlich mit Blumen und Pralinen bei allen Lehrerinnen und Lehrern für ihren pädagogisch-didaktischen Einsatz im Schuljahr 2016/2017.

Bei leckerem Essen und kühlen Getränken kam es zu vielen anregenden Gesprächen unter den Anwesenden und zum Ende wollte man noch nicht so recht nach Hause gehen – das Fest war doch zu schön.

Und an dieser Stelle auch allen Helfern und Helferinnen herzlichen Dank.

Aktion „Blauer Planet“ der Montessori-Schule Bamberg

20.07.17

Montessori Schüler sammeln Plastikmüll am Kanal

Am Meer Urlaub machen, um sich zu erholen. Im Meer baden und schnorcheln, um Fische und Meerespflanzen zu beobachten, das begeistert und erfreut viele Erwachsene und Kinder gleichermaßen.
Doch wer will schon zwischen Folienteilen, Schnüren und anderem Plastikmüll schwimmen? Wohl niemand!
Es stellt sich leider nicht als Einzelfall heraus, als eine Lehrkraft der Montessori-Schule nach den Pfingstferien von ihren Urlaubserlebnissen am Mittelmeer erzählt. Einige Grundschüler schildern, sie sind ebenfalls schon zwischen Plastikteilen geschwommen, fanden das „eklig“, andere haben von verschmutzten Stränden erzählt. Betroffenheit und Fragen kommen auf: „Wie kommt der Müll ins Meer?“ Viele beginnen nachzudenken, zu hinterfragen, im Internet zu recherchieren: nach Zahlen, Fakten und Gründen, ebenfalls nach Lösungen. Mitschüler erzählen vom Umgang mit Plastik in der Familie, vom Einkaufen mit und ohne Verpackung, machen Vorschläge, wie sie es schaffen könnten, ihre Eltern ein bisschen mit dem Virus „Besser Ohne Plasti“ anzustecken, andere schildern, was sie schon alles tun.
In der Juli-Ausgabe des Stadtmagazins „Fränkische Nacht“ findet sich der Artikel über die Einführung des Mehrwegbechers vom Städtischen Umweltamt. Eine Viertklässlerin fragt sofort kritisch nach: „… und aus was besteht der Becher?“ Die Lehrkraft Fr. Völkl rät der Schülerin, doch einfach per Mail nachzufragen. Zwei Stunden später liegt eine nette Antwortmail im Postfach. Und das Mädchen verkündet der Klasse stolz: „Der Becher besteht aus Edelstahl. Nur der Deckel ist aus Plastik.“ Sie ist begeistert, sich einerseits getraut zu haben, zu schreiben und dann darüber hinaus eine nette Antwort zu erhalten. Selbstwirksamkeit mischt sich mit Stolz und Enthusiasmus, der ansteckend ist.
Als einige Drittklässler im Internet ein Foto finden, das hunderte von Autoreifen auf dem Meeresgrund zeigt, fragen viele bestürzt: „Warum tun Menschen das?“. Mitschüler verkünden nach ihren Recherchen der Klasse aufgebracht: „Stellt euch vor: im Jahr werden weltweit rund 250 Millionen Tonnen Plastik produziert, wovon 81 Millionen Tonnen im Meer landen.“
Schnell war uns allen klar, wir möchten uns Experten in die Schule holen möchten und haben den Umweltpädagogen Jan Ebert vom BUND Naturschutz Bamberg als Dozent gebucht. An drei Vormittagen steht er uns mit seinem Fachwissen und seiner Leidenschaft für den Schutz der Umwelt mit dem vom Bayrischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit geförderten Projekt „Blauer Planet“ - zur Verfügung. In der theoretischen Einheit erfahren wir Erstaunliches: mindestens 50 % des für uns notwendigen Sauerstoffs wird im Meer produziert. Der Mensch ist ebenfalls in der Nahrungskette von der Verschmutzung und Vergiftung direkt betroffen - also auch bei uns landet (Mikro-)Plastik in der Nahrung auf dem Teller.
Man schätzt heute, dass die Verrottung einer Plastikflasche mind. 450 Jahre dauert! Manche Kapitäne werfen tatsächlich ihren Müll einfach ins Meer, weil die Entsorgung an Land eben Geld kostet. Dass es einen Müllstrudel namens „Great Pacific Garage Patch“ im Pazifik gibt, der dreimal größer als Deutschland ist, macht uns gleichermaßen wütend und sprachlos.
Sehr tragisch und berührend sind für uns die Fotos verendeter oder missgebildeter Tiere als Opfer des wachsenden Plastikmülls. Das ist alles nicht mehr tragbar!
Jetzt ist es Zeit zu handeln! Da sind sich alle Schüler und Lehrer einig. Wir wissen:
Der Meeresschutz beginnt bei uns, den letztendlich fließt jedes Gewässer ins Meer. Wo fangen wir also an? Am besten bei uns, das können wir direkt beeinflussen. Also marschieren wir mit über 100 Kindern an zwei Vormittagen in Richtung Rhein-Main-Donau-Kanal, um das Ufer zu säubern. Ausgerüstet mit Leiterwagen, Gartenhandschuhen und Müllzangen.

Unglaublich, dass wir in nur vier Stunden fünf große Müllsäcke voll bekamen: mit Flaschen, Scherben, Zigarettenstummeln, Tetrapacks, vielen Coffe-to-go-Bechern, Papierfetzen, einem Bierkasten, einem Alu-Bierfass, Plastik-Blumentöpfen, Alu-Papier, Kronenkorken, Dosen, Decken, Tüten, Tücher, u.v.m.
Einige aufmerksame Passanten sprachen uns erfreut an und loben die Aktion und das Engagement der Kinder. Ein älterer Herr bemerkt: „Wisst ihr, ich wohne hier in der Nähe und bekomme mit, wie viele Menschen hier am Ufer sind. Schade ist es nur, dass viele ihren Müll einfach da lassen. Eigentlich ist es ja nicht eure Aufgabe, deren Müll wegzumachen.“ Und er schenkt uns ein paar Münzen für unsere Klassenkasse. Wir hoffen, ein Beispiel für viele zu sein, denn es macht Spaß, zusammen zu helfen und zu wissen, dass durch den Müll, den wir heute gesammelt haben, kein Tier verletzt werden kann.
„Wir machen das wieder!“, versprechen viele Schüler Herrn Ebert, als er sich von uns verabschiedet. Und finden die Idee, in ihrer heimatlichen Umgebung mit einer kleinen Gruppe eigeninitiativ zu säubern prima!
Wir wünschen uns, viele Kinder, Jugendliche und vor allem Erwachsene mit unserem „Virus“ Plastik zu vermeiden, wo es nur geht, anstecken zu können und sich verantwortlich fühlen, Müll aufzuräumen, um Folgeschäden zu verhindern. Wir freuen uns schon auf den Bamberger Laden „Unverpackt“.
Der Enthusiasmus ist nicht zu bremsen: fünf Drittklässler setzen sich in ihrer Freizeit an heimische PCs und erstellen ein Umwelt-Witze-Rätselbuch. Dieses wird am Schul-Kopierer vervielfältigt, am Schulfest verkauft. Der Erlös wird an eine kleine Umweltinitiative gespendet, die an der Nordsee „unseren“ Müll am Strand entsorgt.
Beispielhaft, die Kids! Eine Viertklässlerin sagte: „Frau Völkl, ich leere meine ganze Spardose und spende das alles!“ Ich war gerührt und bestärket sie, erinnerte sie aber auch daran, dass es ebenfalls genauso wichtig ist, ausgeglichen für sein eigenes Wohlbefinden zu sorgen, damit man Kraft hat, zu geben. Dafür liebe ich meine Arbeit! Kinder sind offen und direkt, holen sich Wissen, haben geniale, logische Ideen und wollen zum Guten verändern.
Wenn jeder ein bisschen hilft, kann man gemeinsam einiges bewirken.
Weiter Informationen zur Arbeit von Herrn Ebert und dem Bund Naturschutz unter
www.bund-naturschutz.de
E. Völkl
Pädagogische Mitarbeiterin

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Kultur an einem Frühlingsabend

Montessori-Sekundarstufe, Vorderer Bach 6

Fr. 19.05.2017 Beginn: 18.30 Uhr

Führung durch das Schulhaus: 19.00 Uhr

Kulturprogramm: 20.00 Uhr – Südamerikanische Klänge (Susanne Schumm, Harfe / Gernot Hammrich, Gitarre) – Kabarett: Viva la Heimat (Mäc Härder ) Eintritt: Frei.

Termine

12. September 17

Erster Schultag 2017/18 (2.-10. Jahrgangsstufe)

(zweite bis zehnte Jgst.) @ Klassenzimmer

12.09.2017

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13. September 17

Einschulungsfeier der Erstklässler

Jakobsplatz von 09:00 - 11:00 Uhr

13.09.2017

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21. September 17

Elternabend 1 Klassen Merkur und Neptun - mit Wahl der Elternsprecher

19:00 bis 21:00 Uhr

21.09.2017

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26. September 17

Elternabend 1 Klassen Saturn und Mars - mit Wahl der Elternsprecher

18:30 - 20:30 Uhr

26.09.2017

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26. September 17

Elternabend 1 Klassen Jupiter und Uranus - mit Wahl der Elternsprecher

19:30 - 21:30 Uhr

26.09.2017

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27. September 17

Elternabend 1 Grundstufe - mit Wahl der Elternsprecher

19:00 - 21:00 Uhr

27.09.2017

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4. Oktober 17

Ordentliche Mitgliederversammlung 2017/18 Montessori Bamberg e.V.

19:30  -  ??? Uhr

Aula Sekundarstufe, Vorderer Bach

04.10.2017

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15. Oktober 17

Präsentation der Großen Arbeiten ( 9. Jahrgangsstufe)

14:00 - ??? Uhr 

Haas Säle, Obere Sandstr. 7, Bamberg

15.10.2017

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18. Oktober 17

Elternbeiratswahl

18:30 Uhr

Aula Sekundarstufe, Vorderer Bach

18.10.2017

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15. November 17

1. außerordentliche Mitgliederversammlung 2017/18 Montessori Bamberg e.V.

19:30 - ??? Uhr

Aula Sekundarstufe, Vorderer Bach

15.11.2017

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13. - 17.11.17

Hospitationswoche

für Grund- und Sekundarstufe

Anfrageformulare im Downloadbereich

13.11.2017

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16. November 17

Infoabend für die Öffentlichkeit

Infoabend für Grund- und Sekundarstufe

20:00 - 22:00 Uhr

In den Räumen der Grundstufe am Jakobsplatz 9, Bamberg

16.11.2017

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7. Dezember 17

Adventsbasar

17:00 - 19:00 Uhr

Sekundarstufe, Vorderer Bach 6, Bamberg

07.12.2017

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20. Januar 18

Tag der offenen Schule

10:00 bis 15:00 Uhr

Tag der offenen Grundstufe: Jakobsplatz 9, Bamberg

Tag der offenen Sekundarstufe: Vorderer Bach 6, Bamberg

20.01.2018

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